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Mit dem Kanu auf der Lahn paddeln Streckenbeschreibungen |
ROTANA Touristik |
| Inhaltsverzeichnis | |||||||||||
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Dorlar-Solms
Solms-Weilburg
Weilburg-Runkel
Runkel-Balduinstein
Balduinstein-Obernhof
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von km 5,0 bis km 23,1 / 2 Wehre / 4 Schleusen
Flussabwärts paddeln Sie auf der Lahn
durch ein weites Tal, begrenzt
durch die Ausläufer des Westerwaldes und des Taunus, die von
hier aus die Lahn
als natürliche Begrenzung haben. An der Schleuse Naunheim ist
die erste
Rastmöglichkeit. Sie paddeln durch viel Natur obwohl hier
einige Verkehrsadern
zusammen kommen. Nach kurzer Paddelzeit erreichen Sie die Fischerhütte,
ein
Campingplatz und ein Restaurant mit Biergarten direkt an der
Lahn, am
Stadtanfang von Wetzlar. Noch ein paar Paddelschlägen und Sie
fahren nach
Wetzlar hinein. Diese, vom Auto und Umgehungsstraße aus
unansehnliche Stadt ist
vom Wasser aus gesehen eine Perle, mit historischen
Fachwerkhäusern und einem
gewaltigen immer noch nicht vollendetem Dom. Es liegt nahe hier eine
Rast in der
Colchersteranlage, einem Park direkt am Eingang der Altstadt
einzulegen. Rechts
der Lahn sind Sie nach ein paar Schritten in der Langgasse mit der
Möglichkeit
ihren Proviant aufzufüllen oder Sie gehen links an Land und
laufen durch die
liebevoll restaurierte Altstadt, vorbei an Eissalon und Cafes
zum
Wetzlarer Dom. Leider reicht die Zeit nicht aus um Wetzlar zu erkunden.
Die
Stadt bietet unendlich viel an Geschichte. Goethe hat hier die "Leiden
des
jungen Werther" geschrieben, Oskar Barnack die weltberühmte
Leica erfunden
und über Jahrzehnte war Wetzlar im 17. und 18. Jahrhundert
Sitz des
Reichskammergerichtes (dem höchsten Gericht im "Heilige
Römische Reich
deutscher Nation", der damaligen Zeit, aufgelöst im Jahre
1806). Die beiden
Wehre (Bootsgasse und Rollenbahn) in Wetzlar haben wir schnell
überwunden, (Bachweide)
paddeln an der Mündung der Dill
vorbei, passieren Motor- und Wasserskiclubs
und kommen zur Schleuse Altenberg.
Voraus sehen wir das ehemalige Kloster Altenberg in dem die
Königsberger Nonnen eine
Heimat gefunden hatten. Jetzt wird es kulturell mit Konzerten, Tagungen
und
ähnlichem genutzt. Das Kloster, in dem die Heilige Elisabeth
als Äbtissin
gelebt hat gehört zum Besitz der Solmser Fürsten,
deren Stammschloss nach der
Durchfahrt der Schleuse Altenberg, vora
us
in weiter Entfernung zu sehen ist. Jetzt
müssen wir nur noch zwei Schleusen (Schleuse Oberbiel ist der
Ausgangspunkt
für eine Besichtigung der Klosterkirche oder der Grube
Fortuna) durchfahren
dann sind wir am Zeltplatz Schooleck angekommen. Links müssen
wir anlegen
mitten in einer Stelle in der das Wasser endlich einmal schneller
fließt.
von km 23,1 bis km 44,2 / 3 Schleusen
Ein paar kurze schnelle Stromschnellen, vollkommen ungefährlich, erhöhen unsere Geschwindigkeit und lassen uns schnell die Möglichkeit eines Einkaufs am Lahnbahnhof passieren. Jetzt haben wir ein weites Tal durch das wir paddeln. Auf den nahen Hängen die Häuser der Ortschaften die an uns vorüber ziehen. Wir unterfahren eine Eisenbahnbrücke der Strecke Koblenz - Gießen, der Linie die uns am Ende der Tour wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück bringt. Ein kurzes Stück paddeln neben der Straße zeigt uns, wie ruhig und gelassen das Paddeln bis jetzt war. Wir entfernen uns von der Straße, Natur pur, und fahren durch Wiesen, entlang einem Waldrand der zum Rasten einlädt. Wir passieren die Ulmbachmündung und kommen an eine Getränkefabrik (Besichtigung möglich) vorbei. Weit voraus sehen wir die kleine Ortschaft Selters, von hier kommt der Begriff "Selterswasser" und dieses Wasser wird in der folgenden Fabrik abgefüllt. Rechter Hand erhebt sich die mächtige Ruine der Laneburg (bei den Restaurierungsarbeiten wurde ein großer Münzschatz in den Mauern gefunden) und während wir links zur Schleuse Löhnberg fahren fällt unser Blick auf eine wuchtiges Gebäude. Verbrechen, Mord, Gefängnis und ähnliches fällt uns bei diesem Anblick ein, es war und ist aber nur ein Getreidespeicher. Wir merken die Staustufe in Weilburg, das Wasser fließt kaum noch, das Paddeln wird langsamer und wenn die Sonne vom Himmel lacht, suchen wir den Schatten der am Ufer stehend Bäume. Voraus liegt Weilburg, wir sehen das Schloss der Weilburger Fürsten und kommen zu der Anlegestelle für diese Etappe. Bevor wir aber die Boote an Land ziehen fahren wir noch in den Schiffstunnel, kehren am Ende, vor einer Doppelschleuse wieder um und sind froh die Dunkelheit dieser 180m langen Röhre, in der jedes Wort doppelt so laut klingt, verlassen zu können. Durch den Schiffstunnel sparte die Schifffahrt eine 2 km lange Schleife die die Lahn um das romantische Weilburg zieht. Viel gäbe es über den Bau dieses Tunnels und auch den Ausbau der Lahn zur Wasserstraße zu erzählen. War doch die Region um Wetzlar um 1900 eine der größten Eisenerzregionen Deutschland mit weit über 100 Eisenerzgruben und über die Lahn wurde die Kohle zum Erz transportiert. Heute zeugt nur nach das Besucherbergwerk "Grube Fortuna" und der Schaustollen im Weilburger Museum von dieses Epoche (siehe Besichtigungen). Für die Paddler die mehrere Tage paddeln ist der Ausstieg hinter der Doppelschleuse auf dem Jugendzeltplatz oder 2 km weiter am Campingplatz Odersbach.
von km 39,4 bis km 65,0 / 1 Doppelschleuse / 3 Schleusen
Nach der Doppelschleuse in Weilburg wird das Tal der Lahn immer enger. Straßen werden durch die steilen Hänge von Taunus und Westerwald verdrängt, einzig die Eisenbahn behauptet ihnen Platz, dicht an die Hänge gedrängt oder durch Tunnel führend. Nach dem Bau der Eisenbahn nahm die Bedeutung der Lahn als Transportweg sehr schnell ab und heute wird die Bundeswasserstraße nur noch von Freizeitkapitänen und einer handvoll Ausflugsdampfen befahren. Das ideale Revier für Paddler. Nach der Schleuse Kirchhofen bestimmen schmale Wiesenstreifen und bewaldete Hänge das Bild auf den nächsten Kilometer. Vorbei an Campingplätze paddeln wir bis zur Schleuse Fürfurt. Links laden Biergärten zur Rast ein oder wir benutzen die Schleuseninsel zum einnehmen unseres Picknicks. Das Tal wird manchmal ein wenig breiter, die Lahn an einigen Stellen so flach das wir Angst haben auf Grund zu laufen, es reicht aber immer für eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Bald ist unser Etappenziel Villmar, oder noch vorbei an dem König Konrad Denkmal, links auf der Höhe throhnend, Runkel erreicht. Von fern grüßt uns schon die wuchtige Burg Runkel und erst wenn wir zu Fuß durch Runkel laufen erkennen wir auf der rechten Lahnseite eine kleinere Burg. Die hat sich einer der beiden verfeindeten Brüder gebaut um seinen anderen Bruder zu ärgern.
Runkel – Balduinstein
Wir verlassen den Campingplatz in Runkel und
Paddeln
gemütlich unserer nächsten Etappe Limburg, Diez oder
Balduinstein entgegen.
Schnell sind wir die ersten Meter gepaddelt bis es um uns herum ruhig
wird.
Natur pur ist angesagt. An Waldränder entlang und durch Wiesen
durchpaddeln wir
das weite Limburger Becken. Gelegentlich kommt eine Ortschaft in unser
Blickfeld. Wir genießen das ruhige dahingleiten auf dem
Wasser und schauen im
Himmel den dahinziehenden Wolken nach. Wir paddeln am Dehrner
Schloß, rechts
auf einem Hang, vorbei und sehen voraus die
Dietkirchener Kirche auf dem Steilfelsen oberhalb der
Lahn. Ein
imposanter Anblick der kurze Zeit später nur von der
Silhouette des Limburger
Doms überboten wird. Unter den riesig hohen
Lahnbrücken für ICE und Autobahn
hindurch kommen wir zur Aussteigestelle Limburg. Direkt vor dem
Campingplatz ist
der Ausstieg in einer Slipanlage. Für die
Übernachtung fahren wir weiter bis
zum Ausstieg auf dem Campingplatz. Es lohnt sich Limburg einen Besuch
abzustatten. Nicht nur der Dom ist einen Besichtigung wert, die gut
erhaltene
Altstadt bietet sich zu einem Bummel an und Geschichte gibt es eine
Menge in
Limburg. Durch die Schleuse Limburg hindurch, ab hier werden die
Schleusen durch
Schleusenwärter bedient, fahren wir weiter in dem weiten Tal
nach Diez. Eine
Wasserskistrecke müssen wir passieren auf der wir
äußerst rechts fahren
sollten. Motorboote mit Wasserskifahrer dürfen hier sehr
schnell fahren uns sie
absolut Vorfahrt. Bitte Rücksicht nehmen. Schon von weitem
sehen wir das
Oraniensteiner Schloß links auf Berg stehen. Wir
können unterhalb des
Schlosses am Ufer des Freizeitzentrums „ Das neue
Mühlchen“ anlegen und in
10 min Fußweg erreichen wir die Bundeswehrkaserne in der das
Schloß steht. Die
Wache am Tor lässt uns zur Besichtigung passieren.
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